Harry Zengeler
Glas
Bildhauer und Glasgestalter
Bergstraße 31
D-86911 Diessen
Tel. +49 8196 866
Fax +49 8196 999 925
E-mail web@hzengelerglas.de
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Werkstatt


Dickglas 86x110x4cm

Glasfusing
In der Werkstatt von Harry Zengeler wird das Glas unter anderem, mit einer bestimmten Technik, dem Glasfusing, verarbeitet.
Glasfusing bedeutet das Zusammenschmelzen verschiedener (kompatibler) Glasstücke.
Der Glaskünstler entwirft die Gestaltung für sein Glasobjekt.. Danach wird das Glaselement in einem Brennofen bei 780-850 °C verschmolzen. Diese Temperaturen reichen nicht aus, um das Glas zu verflüssigen, sondern erweichen es nur so weit, dass es zu einer innigen Verbindung innerhalb des Materials kommt.
Dazu benötigt man verschiedene Trägerformen, die oft aus Ton oder unglasierten Keramik sind, in der man das Glas absenken oder formen kann. Die Form sollte etwas größer als die Glasplatte sein, da Glas sich bei Erwärmung ausdehnt, doch beim Abkühlen wieder zusammenzieht. Die ausgekühlten Objekte können geschliffen, sandgestrahlt oder graviert werden.

Glasverschmelzungen

Ambo15x18x130 cm & Altarsockel 48x28x96 cm


Arbeitsgebiete
Glasgestaltung und Bildhauerei, Skulpturen, Installationen; Architektur bzw. Kunst im öffentlichen und sakralem Raum, Garten, Anlagen und öffentlicher Platzgestaltung mit dem Werkstoff Glas - aber auch in Verbindung mit anderen Materialien.Außer mit traditionellen Techniken, der heiß und Kaltverarbeitung, arbeite ich mit Verschmelztechniken (Fusing und Patè du Verre).Gerne arbeite ich mit befreundeten Künstlern um größere Projekte realisieren zu können.

Werkstatt

Fusing
Englisch to fuse; verschmelzen, vereinigen.
Im Deutschen benutzt für das Verschmelzen speziell von Glas.
Eine Technik, die in einfacher Form bereits seit über 2000 Jahren bekannt ist.
Die Technik
Fusing ist das Verschmelzen von Glas verschiedener Farben und Formen in einem speziellen Brennofen (Fusing-Ofen) bei ca. 860° C. Dabei wird das Glas so weit erweicht (nicht geschmolzen), dass sich einzelne Teile dauerhaft verbinden.
Zur Gestaltung der Objekte dienen dabei Formzuschnitte, Glasfritten, Glasspaghetti (Stringer), zerstoßenes Glas und Glas-Pulver.

Die verschiedenen Arbeitsgänge des Verschmelzens und Formens in großen Öfen im industriellen und handwerklichen Bereich benötigen unterschiedliche Prozeß-Temperaturen und -Zeiten, die nur mit progammierbaren Präzisions-Steuerungen einzuhalten sind.

Die Schmelzöfen sind von Harry Zengeler selbst konzipiert und hergestellt, da das Erschmelzen von "Dickglas", einzelne Glasteile wiegen bis zu 300 Kg., mit konventionellen Schmelzöfen nicht möglich ist.

Glasverschmelzungen

Kühlung
Entspannungskühlen
In jedem Glasgegenstand entstehen bei der Formgebung mechanische Spannungen als Folge von Dehnungsunterschieden im Material. Diese Spannungen lassen sich mit optischen Spannungsprüfern messen (Spannungsdoppelbrechung). Die Spannungsanfälligkeit hängt vom Ausdehnungskoeffizienten des jeweiligen Glases ab und muss thermisch ausgeglichen werden.
Für jedes Glas lässt sich zwischen der oberen Kühltemperatur (Viskosität von 1013 mPa·s) und einer unteren Kühltemperatur (1018 mPa·s), in der Regel zwischen 550 °C und 350 °C, ein Kühlbereich festlegen. Die Spannungen verringert man durch definiertes langsames Abkühlen im Kühlbereich, dem Tempern.
Die Zeit, in der ein Glasgegenstand den Kühlbereich durchlaufen kann, ist maßgeblich von der je nach Glasart zu überbrückenden Temperatur, der Stärke (Dicke) des Gegenstands abhängig. Im Dünnglasbereich(3-4mm) sind dieses zwischen 300 min und 1000 min, bei großen optischen Objekten mit großem Durchmesser wie bei vielen Projekten, ist eine langsame Abkühlung von 2-12 Wochen notwendig , um sichtbare Spannungen des Glasobjekts zu vermeiden.