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Werkstatt
Dickglas 86x110x4cm

Glasfusing
In der Werkstatt von Harry Zengeler wird das Glas unter anderem,
mit einer bestimmten Technik, dem Glasfusing, verarbeitet.
Glasfusing bedeutet das Zusammenschmelzen verschiedener (kompatibler)
Glasstücke.
Der Glaskünstler entwirft die Gestaltung für sein Glasobjekt..
Danach wird das Glaselement in einem Brennofen bei 780-850 °C
verschmolzen. Diese Temperaturen reichen nicht aus, um das Glas
zu verflüssigen, sondern erweichen es nur so weit, dass es
zu einer innigen Verbindung innerhalb des Materials kommt.
Dazu benötigt man verschiedene Trägerformen, die oft aus
Ton oder unglasierten Keramik sind, in der man das Glas absenken
oder formen kann. Die Form sollte etwas größer als die
Glasplatte sein, da Glas sich bei Erwärmung ausdehnt, doch
beim Abkühlen wieder zusammenzieht. Die ausgekühlten Objekte
können geschliffen, sandgestrahlt oder graviert werden.
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Glasverschmelzungen
Ambo15x18x130 cm & Altarsockel 48x28x96 cm

Arbeitsgebiete
Glasgestaltung und Bildhauerei, Skulpturen, Installationen; Architektur
bzw. Kunst im öffentlichen und sakralem Raum, Garten, Anlagen
und öffentlicher Platzgestaltung mit dem Werkstoff Glas - aber
auch in Verbindung mit anderen Materialien.Außer mit traditionellen
Techniken, der heiß und Kaltverarbeitung, arbeite ich mit
Verschmelztechniken (Fusing und Patè du Verre).Gerne arbeite
ich mit befreundeten Künstlern um größere Projekte
realisieren zu können.
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Werkstatt

Fusing
Englisch to fuse; verschmelzen, vereinigen.
Im Deutschen benutzt für das Verschmelzen speziell von Glas.
Eine Technik, die in einfacher Form bereits seit über 2000
Jahren bekannt ist.
Die Technik
Fusing ist das Verschmelzen von Glas verschiedener Farben und Formen
in einem speziellen Brennofen (Fusing-Ofen) bei ca. 860° C.
Dabei wird das Glas so weit erweicht (nicht geschmolzen), dass sich
einzelne Teile dauerhaft verbinden.
Zur Gestaltung der Objekte dienen dabei Formzuschnitte, Glasfritten,
Glasspaghetti (Stringer), zerstoßenes Glas und Glas-Pulver.
Die verschiedenen Arbeitsgänge des Verschmelzens und Formens
in großen Öfen im industriellen und handwerklichen Bereich
benötigen unterschiedliche Prozeß-Temperaturen und -Zeiten,
die nur mit progammierbaren Präzisions-Steuerungen einzuhalten
sind.
Die Schmelzöfen sind von Harry Zengeler selbst konzipiert
und hergestellt, da das Erschmelzen von "Dickglas", einzelne
Glasteile wiegen bis zu 300 Kg., mit konventionellen Schmelzöfen
nicht möglich ist.
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Glasverschmelzungen

Kühlung
Entspannungskühlen
In jedem Glasgegenstand entstehen bei der Formgebung mechanische
Spannungen als Folge von Dehnungsunterschieden im Material. Diese
Spannungen lassen sich mit optischen Spannungsprüfern messen
(Spannungsdoppelbrechung). Die Spannungsanfälligkeit hängt
vom Ausdehnungskoeffizienten des jeweiligen Glases ab und muss thermisch
ausgeglichen werden.
Für jedes Glas lässt sich zwischen der oberen Kühltemperatur
(Viskosität von 1013 mPa·s) und einer unteren Kühltemperatur
(1018 mPa·s), in der Regel zwischen 550 °C und 350 °C,
ein Kühlbereich festlegen. Die Spannungen verringert man durch
definiertes langsames Abkühlen im Kühlbereich, dem Tempern.
Die Zeit, in der ein Glasgegenstand den Kühlbereich durchlaufen
kann, ist maßgeblich von der je nach Glasart zu überbrückenden
Temperatur, der Stärke (Dicke) des Gegenstands abhängig.
Im Dünnglasbereich(3-4mm) sind dieses zwischen 300 min und
1000 min, bei großen optischen Objekten mit großem Durchmesser
wie bei vielen Projekten, ist eine langsame Abkühlung von 2-12
Wochen notwendig , um sichtbare Spannungen des Glasobjekts zu vermeiden.
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